Delegation aus Ayotzinapa (Mexiko) bereist Europa mit der Forderung, dass die 43 verschleppten Studenten lebend zurückkehren

– Sie fordern, dass die Studenten lebend wiedergefunden werden, trotz dem Versuch der mexikanischen Behörden, die Suche und die Nachforschung für beendet zu erklären.

– Sie rufen die europäischen Gesellschaften dazu auf, die internationale Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, im Speziellen hinsichtlich der Repression gegen die sozialen Bewegungen, die die Lehramtsstudenten lebend zurückfordert.

– Sie suchen nach Unterstützung dafür, dass Sicherheiten dafür geschaffen werden, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen und dass es Respekt und vollen Zugang zu Menschenrechten gibt.

Das Andere Europa, 16. April 2015 Eine Delegation der Lehreramtsschule von Ayotzinapa, Mexiko bereist zwischen dem 16. April und dem 19. Mai 2015 Europa. Damit will sie die europäische Öffentlichkeit über den Kampf der Vätern und Müttern für die lebende Wiederkehr der 43 verschleppten Lehramtsstudenten informieren, der fortdauert obwohl der mexikanische Staat behauptet, die Studenten seien verbrannt worden, ohne dafür aber Beweise zu haben.

Die Delegation, bestehend aus einem Vater, einem Studenten und einem Menschenrechtsaktivisten, wird 13 Länder Europas bereisen. Dabei wird sie Treffen mit Student_innen, Kollektiven, sozialen und gewerkschaftlichen Organisationen abhalten, und diese auffordern, die internationale Beobachtung Mexikos angesichts der schweren aktuellen Menschenrechtskrise aufrecht zu erhalten. Sie fordern auch das sofortige Ende der staatlichen Repression gegen die Studenten, Väter und Mütter der 43 Lehramtsstudenten sowie gegen die soziale Bewegungen, die die Lehramtsstudenten lebend zurückfordert.

Mit Demonstrationen, Kundgebungen vor mexikanischen Botschaften und Konsulaten sowie bei Vorträgen in Universitäten und Zusammentreffen mit politischen Organisationen, Gruppen und Kollektiven wird die Delegation davon berichten, was es bedeutet, seit nun sieben Monaten (seit der Verschleppung der 43 Studenten in Iguala, Bundesstaat Guerrero am 26. September 2014) zu kämpfen und sich zu organisieren.

Ein Ziel der Delegationsreise nach Europa ist es außerdem, die Forderung der Väter und Mütter zu stärken, das es Ermittlungen zur Verantwortung des mexikanischen Militärs und der Bundespolizei für die Verschleppung der 43 Studenten aus Ayotzinapa gibt. Ebenso wollen sie die europäischen Regierungen für die schweren Menschenrechtsverletzungen gegen die Studenten in die Pflicht nehmen. Diese haben Sicherheits- und Handelsabkommen mit der mexikanischen Regierung unterzeichnet, die Waffenverkäufe, Polizei- und Armeeausbildung beinhalten, obwohl Mexiko fortdauernd die Menschenrechte verletzt.

Die Delegation wird auch um die Unterstützung der europäischen Zivilgesellschaft werben, den Prozess der Selbstorganisierung innerhalb der Lehramtsschule von Ayotzinapa zu stärken und Sicherheiten dafür zu schaffen, dass sich solche Verbrechen nicht wiederholen. Dies ist neben der lebende Wiederkehr der Verschleppten, der Gerechtigkeit für die ermordeten Studenten und der Entschädigung für die Verletzten, die zentrale Forderung.

„Wir wollen wirkliche Sicherheiten dafür, dass sich so etwas nicht wiederholt. Und das müssen wir selbst gemeinsam in die Hand nehmen, zusammen mit den Dörfern und Gemeinschaften und zusammen mit den sozialen Organisationen und Kollektiven; diese Sicherheiten können wir nicht von den gleichen staatlichen Institutionen fordern, von denen die Verletzung der Menschenrechte ausgehen“, unterstreicht Omar García, Mitglied des Studentenkomitees von Ayotzinapa, kurz vor Beginn der Reise.

Und weiter sagt er: „Bei dieser Reise sind die sozialen Organisationen, Kollektive, die freien Medien oder wie immer sie dort genannt werden und die organisierte Zivilgesellschaft unsere Ansprechpartner_innen. Wir wollen uns bei ihnen für all ihre Unterstützung bedanken. Gemeinsam mit ihnen wollen wir betonen, dass es wichtig ist, uns weiterhin von der Basis aus zu organisieren, um gemeinsam ein für alle Mal dieses System aus Macht und Korruption, erbaut auf Vertreibung, Verachtung, Ausbeutung und Repression gegen die Bevölkerung, zu verändern. Das müssen wir gemeinsam in unseren jeweiligen Lebenskontexten in Angriff nehmen und koordiniert und organisiert vorgehen, denn so wie die Mächtigen die Ausbeutung und die Enteignung globalisiert haben, fällt uns die große Aufgabe zu, den Widerstand, die würdige Wut und die fröhliche Rebellion dagegen zu globalisieren.“

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